Antrittsvorlesungen an unserer Fakultät: Elena Bacchin, Jonathan R. Lyon und Helmut Reimitz
Mit einem Festakt im Großen Festsaal der Universität Wien begrüßte unsere Fakultät am 28. Mai 2026 ihre neuen Professor:innen Elena Bacchin, Jonathan R. Lyon und Helmut Reimitz offiziell an der Fakultät.
Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgte das Trio Charoux, das die Veranstaltung mit seinen Beiträgen begleitete und für einen festlichen Rahmen sorgte.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Rektor Sebastian Schütze, der die gesellschaftliche Relevanz der an der Fakultät vertretenen Fächer betonte.
Dekanin Christina Lutter stellte die drei Vortragenden vor und nutzte die Gelegenheit, die Stärken der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät hervorzuheben. Mit den Worten "Gestern haben wir gekämpft, heute feiern wir, was es an der Fakultät und an der Univ. Wien zu schützen und zu erhalten gilt," nahm sie Bezug auf die Proteste der vergangenen Tage gegen die angekündigten Einsparungen im Universitätsbereich. Sie würdigte das Engagement der Universitätsangehörigen und betonte die wissenschaftlichen Erfolge der Fakultät. Besonders hob sie die sogenannten „kleinen Fächer“ als Beispiele gelebter Exzellenz hervor.
In ihren Antrittsvorlesungen präsentierten Elena Bacchin, Jonathan R. Lyon und Helmut Reimitz zentrale Perspektiven ihrer Forschung. Bacchin sprach über Repression, Widerstand und Solidarität im 19. Jahrhundert und die Entstehung moderner Vorstellungen politischer Kriminalität. Lyon hinterfragte aus mediävistischer Perspektive große Erzählungen über Feudalismus, Kapitalismus und soziale Ungleichheit. Reimitz widmete sich den vielfältigen Formen von Diversität in Spätantike und frühem Mittelalter und deren Bedeutung für das Verständnis historischer Gesellschaften.
In seinen Abschlussworten unterstrich Peter Becker das internationale Profil der drei neuen Professor:innen und betonte ihre hervorragende Passung zur Fakultät. Er bezeichnete sie als "public intellectuals", deren Forschung weit über die Universität hinauswirke. Zugleich betonte er, dass solche Berufungen das Entwicklungspotenzial der Fakultät nachhaltig stärken.
Beim anschließenden Empfang im Arkadenhof wurden die Vorträge und die darin aufgeworfenen Fragen in zahlreichen Gesprächen weiter diskutiert. Der persönliche Austausch mit den Vortragenden bot Gelegenheit zur Reflexion und zum Kennenlernen und bildete einen gelungenen Ausklang des Abends.